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Sonntag, 20.05.2012

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Tannkosh 2009 PDF Drucken E-Mail

Logo Tannkosh

 

 

 Am 18.07.2009 sollte es also losgehen. Der Flug zum größten Fly-In Europa´s: „Tannkosh“ am Flugplatz Tannheim bei Memmingen.

FlugplanungNach einiger Vorplanung erschien das Wetter halbwegs günstig, um den Flug in Richtung Allgäu antreten zu können. 

Niedrige Untergrenzen nahe Hünsborn, zwischenzeitlich dann gutes Flugwetter. Weiter gen Baden Württemberg sagte der Wetterbericht den Durchzug einer Okklusionsfront voraus, aber losfliegen wollten wir zunächst. 

 

Eberhard war beZeltreits einen Tag zuvor mit TUIfly von Köln nach Memmingen gereist und hatte schon Zelt und Material mitgenommen, da der Platz im Motorsegler begrenzt war.

 

 

 

 

 

 

Am 18.07. morgens früLadenh machte ich unsere Dimona H36 (D-KAGO) flugbereit und wartete auf Flugleiter Alfred Schröder, der dankenswerter Weise extra für mich zum Flugplatz kam. Pünktlich um 0710h konnte ich abheben. Der erste Teil der Strecke führte mich nach Egelsbach bei Frankfurt, um Christian aufzunehmen. Diesen Teil des Fluges absolvierte ich sicherheitshalber mit Flugplan, da ich allein unterwegs, und das Wetter nicht  100% gut war. Im Flugverlauf zeigte sich aber alles halb so wild und so erreichte ich pünktlich wie eine Linienmaschine um 0800h den Flugplatz Egelsbach. Christian hatte bereits alle Formalitäten erledigt und so konnten wir nach einer kurzen Kaffeepause wieder aufbrechen.

 AbflugEDKHEgelsbachAPP

 

 

OdenwaldUnsere Strecke führt uns zunächst in Richtung Melibocus und von dort aus in den Odenwald hereinChristianODW.

Die Untergrenzen sanken zunehmend ab und es begann zu regnen. Die Sichten dagegen waren noch gut. Der Plan war gen Süd-Osten nach Schwäbisch Hall zu fliegen um von dort der A7 bis hinunter nach Tannheim zu folgen. Schon vor Schwäbisch-Hall wurde das Wetter zunehmend schlechter, wir erreichten also nun die angekündigte okkludierte Bodenfront  und machten uns mit dem Gedanken vertraut, in Schwäbisch-Hall eine weitere Pause einzulegen.

 

 Doch dann taten sich zunehmend Lücken in den bergseitig aufliegenden Wolken auf und wir konnten etwas hinter S.H. in ein Tal Ri. Südwesten einfliegen. Bis heute konnten wir nur via google earth nachvollziehen, wie die Orte dort hießen. Für den Maßstab der Luftfahrerkarte, war die Gegend dort vieeel! zu kleinräumig. Doch manchmal muss man eben gewinnen. ;-)

Das Tal „spuckte“ uns Förmlich auf der Rückseite der Front nahe Backnang  (wir konnten Stuttgart sehen) wieder aus. Rückseiten Wetter! Und Freude, den schwierigsten Teil der Strecke gepackt zu haben, wenn auch mit einem Umweg der uns sicher 20min gekostet hat. Christian war der Streß und das abfallen danach massiv anzumerken und so fiel er zweitweise als Co-Pilot aus, um sich seiner akuten Emesis herzugeben. VomitWie Schade, dass wir feststellen mussten, dass die Brechbeutel unerreichbar waren. So musste das Fenster herhalten und die Menschheit nahe des Ulmer Münster wird sich sicher gewundert haben, warum es heute Quark-Teilchen-Reste regnete? ;-)                                                                  

 

 

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Der Rest des Fluges verlief unspektaulär und wir erreichten fast wieder entspannt gegen 11h unser Ziel: Tannheim…. ohne jegliche Verkehrsverzögerungen. Das war die gute Seite des schlechten Wetters.

Eberhard erwartete uns schon und wir machten unsere Dimona nacht-fertig. Wenn auch etwas improvisiert ;-) Weg fliegen ging garnicht mehr, denn wir waren in unserer Ecke zugeparkt.

Overviewpacked

Der Rest des Tages war geprägt von Schauern und kurzen Aufhellungen. Es war so kalt!! Aber wir ließen uns den Spaß nicht verderben und machten das Beste draus. Der Show tat das Wetter keinen Abbruch.

 

Der Rückflug am 19.07. sollte uns laut Wetter-Beratung wieder schlechtes Wetter bescheren. So ging es nach einem Kater-Weißwurst Frühstück direkt wieder an den Flieger um den Start vorzubereiten.

Der Rückflug führte uns diesmal nahe Stuttgart vorbei Richtung Hockenheimring und Mannheim und dann entlang der A5. Alles prächtig! Allerdings erneut turbulent. Die einzige Wetterpause musste ich in Egelbach einlegen, wo wir sowieso am Boden standen um Christian abzugeben. Nahezu passend machten wir Pause im überaus schönen Flugplatzrestaurant. Als der Schauer durchgezogen war, machte ich mich nach einem Blick aufs pc_met auf die Socken, doch musste ich schnell feststellen, dass der Gewitterschauer noch nicht abgezogen war. Mir blieb nur eine Wahl: Die Kontrollzone Frankfurt……oder ganz im Süden rum zum Rhein bei Bingen?  - Oh nein, nicht schon wieder 30 min mehr! :-(

Auf der „119.900 Mhz“ war kaum was los, immerhin war es ja Sonntag und so stellte ich (nach Abhören der ATIS) meine Anfrage zum Queren der Kontrollzone. Nach einigen kurzen Warteschleifen erhielt ich die Einflugfreigabe! Wahnsinn! Was man immer wieder versucht, wird einem in so einer Aktion mal eben nebenbei gewährt?!?! Klasse! – zumal man ja mit Dimonas in Frankfurt nicht immer die besten Erfahrungen gemacht hat. - Die Controllerin setzte gar noch einen drauf, als sie mir anbot, ein "Midfield Crossing" (=Queren des Flughafens in Platzmitte) durchzuführen.

FRACity

Ich lehnte das Angebot dankend ab. Wollte schließlich nur noch heim. Der Tag war anstrengend. Es war derweil schon wieder 12h.

Aber nun beruhigte sich das Wetter wenigstens ein bisschen. In nach wie vor starkem Wind kämpfte ich mich gen Nordwesten vor und überflog den Siegerlandflughafen, wo ich mich nun auch wieder besser auskannte. Am Heimatflugplatz Hünsborn war kein Flugbetrieb. Dennoch erwarteten mich Anna und Michael Bruch sowie Lena  Jänsch bei Ankuft und halfen mir, den Flieger wohlbehütet in die Halle zu stellen.

Ein tolles Wochenende geht zu Ende. Knappe 8 Flugstunden. Viel Wetter. Viel Wind aber auch eine Menge Spaß, wie die Bilder sicherlich zeigen.

 

Juli 2009, Lars Witschas
 
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